Was sind Online-Bewertungen und warum sind sie für Local SEO entscheidend?
Online-Bewertungen (auch Rezensionen oder Reviews genannt) sind öffentlich sichtbare Kundenbewertungen auf Plattformen wie Google, Yelp, TripAdvisor, Facebook oder branchenspezifischen Portalen. Für die lokale Suchmaschinenoptimierung sind insbesondere Google-Bewertungen der wichtigste Faktor: Sie beeinflussen direkt, ob und wo Ihr Unternehmen im Local Pack und auf Google Maps erscheint.
Bewertungen sind nach der Kategorienwahl im Google Unternehmensprofil der zweitwichtigste lokale Ranking-Faktor. Laut der jährlichen Local Search Ranking Factors-Studie von Whitespark machen Bewertungssignale etwa 17 Prozent des lokalen Ranking-Algorithmus aus. Dabei zählen nicht nur die Anzahl und der Durchschnitt, sondern auch die Aktualität, die Antwortrate des Unternehmens und die in den Bewertungen verwendeten Keywords.
Für Österreichische Unternehmen haben Online-Bewertungen eine besondere Bedeutung: In einem Land, in dem persönliche Empfehlungen und Mundpropaganda traditionell eine große Rolle spielen, sind Online-Bewertungen die digitale Entsprechung dieser Empfehlungskultur. Studien zeigen, dass 87 Prozent der Österreichischen Konsumenten Online-Bewertungen lesen, bevor sie ein lokales Unternehmen besuchen. In Graz, wo der Wettbewerb in vielen Branchen stark ist, können Bewertungen den entscheidenden Unterschied machen.
Dieses umfassende Ratgeber erklärt, wie Sie Online-Bewertungen systematisch aufbauen, professionell managen und als strategisches Tool für Ihr Local SEO einsetzen. Der Fokus liegt auf Google-Bewertungen, da diese den größten Einfluss auf lokale Rankings haben, aber die Strategien gelten auch für andere Plattformen.
Wie Bewertungen das lokale Ranking beeinflussen
Google bewertet verschiedene Aspekte Ihrer Bewertungen, um die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit Ihres Unternehmens einzuschätzen. Das Verständnis dieser Faktoren ist die Grundlage für eine erfolgreiche Bewertungsstrategie.
Die fünf Bewertungs-Ranking-Signale
| Signal | Gewichtung | Was Google analysiert |
|---|---|---|
| Anzahl der Bewertungen | Hoch | Gesamtzahl der Bewertungen im Vergleich zu Mitbewerbern |
| Bewertungsdurchschnitt | Hoch | Durchschnittliche Sternebewertung (1-5 Sterne) |
| Aktualität | Mittel-Hoch | Wie kürzlich die letzten Bewertungen verfasst wurden |
| Keywords in Bewertungen | Mittel | Ob relevante Suchbegriffe im Bewertungstext vorkommen |
| Antwortrate und -Qualität | Mittel | Ob und wie das Unternehmen auf Bewertungen antwortet |
Bewertungsanzahl: Wie viele brauchen Sie?
Die erforderliche Bewertungsanzahl hängt von Ihrer Branche und Ihrem lokalen Wettbewerb ab. Analysieren Sie die Top-3-Ergebnisse im Local Pack für Ihre wichtigsten lokalen Keywords und ermitteln Sie den Benchmark:
- Gastro in Graz: Top-Restaurants haben typischerweise 200-1.000+ Bewertungen. Mindestens 50 sind nötig, um sichtbar zu werden.
- Handwerker in Graz: Top-Betriebe haben 20-80 Bewertungen. Bereits 15+ Bewertungen können für gute Sichtbarkeit reichen.
- Ärzte in Graz: Top-Ordinationen haben 30-150 Bewertungen auf Google plus zusätzliche auf docfinder.at.
- Rechtsanwälte/Steuerberater: Oft nur 5-30 Bewertungen nötig, da der Wettbewerb geringer ist.
Bewertungsdurchschnitt: Das optimale Ziel
Ein perfekter 5,0-Sterne-Durchschnitt ist nicht immer optimal. Studien zeigen, dass Kunden ein Rating zwischen 4,2 und 4,8 Sternen als am glaubwürdigsten empfinden. Ein perfektes 5,0 wirkt manchmal verdächtig. Streben Sie einen Durchschnitt von mindestens 4,5 Sternen an, mit einer natürlichen Verteilung der Bewertungen.
Wichtig: Google zeigt im Local Pack die Sternebewertung und die Anzahl der Bewertungen an. Beide Zahlen beeinflussen die Klickrate (CTR) erheblich. Ein Eintrag mit "4,8 Sterne (127 Bewertungen)" wird deutlich häufiger angeklickt als einer mit "4,3 Sterne (12 Bewertungen)". Die Bewertungen sind also nicht nur ein Ranking-Faktor, sondern auch ein massiver CTR-Treiber.
Bewertungsstrategie entwickeln: Systematisch mehr Bewertungen erhalten
Das Einholen von Bewertungen darf nicht dem Zufall überlassen werden. Erfolgreiche lokale Unternehmen haben einen systematischen Prozess etabliert, der kontinuierlich neue Bewertungen generiert.
Den richtigen Zeitpunkt wählen
Der beste Zeitpunkt, um eine Bewertung zu erbitten, ist der "Moment of Delight", also der Moment, in dem der Kunde am zufriedensten ist:
- Gastronomie: Direkt nach dem Bezahlen, wenn der Gast zufrieden war
- Handwerker: Unmittelbar nach Abschluss eines erfolgreichen Auftrags
- Ärzte: Nach einer erfolgreichen Behandlung, wenn der Patient Erleichterung verspürt
- Einzelhandel: Nach dem Kauf, idealerweise per Follow-up-E-Mail nach 1-2 Tagen
- Dienstleister: Nach Abschluss eines Projekts, zusammen mit der Abschlussrechnung
Methoden zum Einholen von Bewertungen
- Persönliche Bitte: Die effektivste Methode. Bitten Sie zufriedene Kunden direkt und persönlich um eine Google-Bewertung. Erklären Sie kurz, wie wichtig Bewertungen für Ihr Unternehmen sind.
- E-Mail nach dem Kauf: Senden Sie 1-2 Tage nach dem Kauf oder Termin eine freundliche E-Mail mit dem direkten Bewertungslink.
- SMS/WhatsApp: Kurze Nachricht mit dem Bewertungslink. Besonders effektiv, da die Öffnungsrate bei SMS bei über 95 Prozent liegt.
- QR-Code am Standort: Drucken Sie QR-Codes, die direkt zum Bewertungsformular führen, und platzieren Sie sie an der Kasse, im Wartebereich oder auf Visitenkarten.
- Bewertungslink auf der Website: Platzieren Sie einen prominenten "Bewerten Sie uns auf Google"-Button auf Ihrer Website.
- Auf Rechnungen und Lieferscheinen: Fügen Sie den Bewertungslink und einen QR-Code auf Geschäftsdokumenten hinzu.
Den Google-Bewertungslink erstellen
So erstellen Sie einen direkten Link zu Ihrem Google-Bewertungsformular:
- Suchen Sie in Google nach Ihrem Unternehmensnamen
- Klicken Sie in Ihrem Knowledge Panel auf "Bewertung schreiben"
- Kopieren Sie die URL aus der Adresszeile
- Alternativ: Gehen Sie in Ihr Google Unternehmensprofil-Dashboard und nutzen Sie den "Bewertungslink teilen"-Button
Verkürzen Sie den Link mit einem URL-Shortener (z. B. bit.ly) für den Einsatz auf Printmaterialien und in SMS.
Dos und Don'ts beim Bewertungen sammeln
- Do: Kunden persönlich und zum richtigen Zeitpunkt bitten
- Do: Den Prozess so einfach wie möglich machen (direkter Link)
- Do: Alle Kunden gleichermassen bitten (nicht nur zufriedene)
- Don't: Bewertungen kaufen oder gegen Rabatte/Geschenke eintauschen
- Don't: Fake-Bewertungen von Freunden oder Mitarbeitern schreiben lassen
- Don't: Kunden unter Druck setzen oder wiederholte Aufforderungen senden
- Don't: Negative Bewertungen durch Bewertungsgating herausfiltern
Professionell auf Bewertungen antworten
Das Antworten auf Bewertungen ist nicht nur Kundenservice, sondern auch ein SEO-Signal. Google wertet die Antwortrate und -Qualität als Zeichen dafür, dass ein Unternehmen aktiv und kundenorientiert ist. Antworten Sie auf jede einzelne Bewertung, sowohl positive als auch negative.
Auf positive Bewertungen antworten
Positive Bewertungen verdienen mehr als ein einfaches "Danke". Eine gute Antwort stärkt die Kundenbeziehung und integriert geschickt lokale Keywords:
Beispiel für eine gute Antwort:
"Vielen herzlichen Dank für Ihre tolle Bewertung, Frau Müller! Es freut uns sehr, dass Sie mit der Heizungswartung in Ihrem Haus in Graz-Andritz zufrieden waren. Unser Team gibt immer sein Bestes für unsere Kunden in der Steiermark. Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!"
Beachten Sie: Die Antwort enthält natürlich die Keywords "Heizungswartung", "Graz-Andritz" und "Steiermark", ohne erzwungen zu wirken.
Auf negative Bewertungen antworten
Negative Bewertungen sind unangenehm, aber eine professionelle Antwort kann den Schaden begrenzen und sogar Vertrauen bei potenziellen Kunden aufbauen. 45 Prozent der Konsumenten sagen, dass sie eher ein Unternehmen besuchen, das auf negative Bewertungen professionell antwortet.
Die HEARD-Methode für negative Bewertungen:
- Hear (Zuhören): Zeigen Sie, dass Sie die Beschwerde verstanden haben
- Empathize (Mitfühlen): Drücken Sie Verständnis für die Situation aus
- Apologize (Entschuldigen): Entschuldigen Sie sich für die negative Erfahrung
- Resolve (Lösen): Bieten Sie eine konkrete Lösung an
- Direct (Weiterleiten): Laden Sie zur direkten Kontaktaufnahme ein
Beispiel:
"Lieber Herr Schmidt, vielen Dank für Ihr Feedback. Es tut uns sehr leid, dass der Termin nicht zu Ihrer Zufriedenheit verlaufen ist. Das entspricht nicht unserem Qualitätsanspruch als langjähriger Installateurbetrieb in Graz. Wir würden das gerne persönlich mit Ihnen klären. Bitte rufen Sie uns unter +43 316 123456 an oder schreiben Sie uns an info@musterfirma.at. Wir finden sicher eine Lösung."
Antwortzeiten und Frequenz
- Positive Bewertungen: Innerhalb von 48 Stunden antworten
- Negative Bewertungen: Innerhalb von 24 Stunden antworten (je schneller, desto besser)
- Ziel: 100 Prozent Antwortrate auf alle Bewertungen
Mit negativen und falschen Bewertungen umgehen
Negative Bewertungen gehören zum Geschäftsleben. Nicht jede negative Bewertung ist berechtigt, und manche sind sogar gegen Google-Richtlinien. Hier erfahren Sie, wie Sie verschiedene Situationen handhaben.
Berechtigte negative Bewertungen
Wenn ein Kunde eine schlechte Erfahrung gemacht hat, ist die Bewertung berechtigt, auch wenn Sie anderer Meinung sind. Antworten Sie professionell mit der HEARD-Methode und versuchen Sie, das Problem zu lösen. Manchmal aktualisieren Kunden ihre Bewertung nach einer erfolgreichen Problemlösung.
Falsche oder gefälschte Bewertungen
Wenn eine Bewertung offensichtlich falsch ist (z. B. von einem Mitbewerber, einem Bot oder jemandem, der nie Ihr Kunde war), können Sie sie bei Google melden:
- Klicken Sie auf die drei Punkte neben der Bewertung
- Wählen Sie "Als unangemessen melden"
- Wählen Sie den passenden Grund (z. B. "Spam", "Interessenkonflikt", "Nicht relevant")
- Google prüft die Meldung innerhalb von 5-10 Werktagen
Wenn Google die Bewertung nicht entfernt, können Sie über den Google-Business-Profile-Support Einspruch einlegen. Dokumentieren Sie Belege dafür, dass die Bewertung falsch ist.
Rechtliche Möglichkeiten in Österreich
Im Österreichischen Recht gibt es verschiedene Möglichkeiten, gegen falsche oder beleidigende Online-Bewertungen vorzugehen:
- § 1330 ABGB (Ehrenbeleidigung/Kreditschädigung): Schutz vor unwahren Tatsachenbehauptungen, die den Ruf schädigen
- § 7 UWG (Unlauterer Wettbewerb): Schutz vor geschäftsschädigenden Behauptungen durch Mitbewerber
- DSGVO: In bestimmten Fällen kann die Löschung personenbezogener Daten verlangt werden
Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen auf Medienrecht spezialisierten Rechtsanwalt oder an die Rechtsabteilung der WKO Steiermark, die ihren Mitgliedern Erstberatung anbietet.
Praxistipp: Bevor Sie rechtliche Schritte erwägen, versuchen Sie immer zuerst den Dialog. Antworten Sie professionell auf die Bewertung und bieten Sie an, das Problem direkt zu lösen. Oft ist eine negative Bewertung das Ergebnis eines Missverständnisses, das sich klären lässt. Rechtliche Schritte sollten nur das letzte Mittel sein und können durch den Streisand-Effekt sogar mehr Aufmerksamkeit auf die negative Bewertung lenken.
Bewertungsplattformen für Österreichische Unternehmen
Neben Google gibt es zahlreiche weitere Bewertungsplattformen, die für Österreichische Unternehmen relevant sein können. Die Bedeutung variiert je nach Branche.
Überblick der wichtigsten Plattformen
| Plattform | Relevante Branchen | SEO-Einfluss | Priorität |
|---|---|---|---|
| Alle | Sehr hoch (direkter Ranking-Faktor) | Höchste | |
| Gastro, Einzelhandel, Events | Mittel (indirekter Einfluss) | Hoch | |
| TripAdvisor | Hotels, Restaurants, Tourismus | Hoch (eigene Rankings) | Hoch (Tourismus) |
| docfinder.at | Ärzte, Therapeuten | Mittel (Österreichisch) | Hoch (Gesundheit) |
| kununu | Arbeitgeberimage | Niedrig (indirekt) | Mittel |
| Yelp | Gastro, Dienstleister | Mittel | Mittel |
| Falstaff | Gastronomie, Wein | Mittel (Branchenautorität) | Hoch (Gastro) |
| Booking.com | Hotels, Unterkünfte | Hoch (eigene Rankings) | Höchste (Hotellerie) |
Multiplattform-Strategie
Auch wenn Google-Bewertungen die höchste Priorität haben, sollten Sie Bewertungen auf mehreren Plattformen aufbauen. Google betrachtet auch Bewertungen auf Drittplattformen als Signal für die Bekanntheit Ihres Unternehmens. Eine Arztpraxis in Graz mit 50 Google-Bewertungen und 30 docfinder.at-Bewertungen wird als bekannter und vertrauenswürdiger eingestuft als eine mit nur 50 Google-Bewertungen.
Bewertungen monitoren und analysieren
Ein professionelles Bewertungs-Monitoring stellt sicher, dass Sie keine Bewertung verpassen und Trends frühzeitig erkennen.
Monitoring-Prozess einrichten
- Google-Benachrichtigungen aktivieren: Im Google Unternehmensprofil erhalten Sie automatisch E-Mail-Benachrichtigungen bei neuen Bewertungen
- Google Alerts: Erstellen Sie einen Alert für Ihren Firmennamen, um Erwähnung auf anderen Plattformen zu entdecken
- Review-Management-Tools: Tools wie BrightLocal, Semrush oder Podium aggregieren Bewertungen von verschiedenen Plattformen
- Wöchentlicher Review: Überprüfen Sie wöchentlich alle Plattformen und beantworten Sie neue Bewertungen
Bewertungs-KPIs tracken
- Bewertungsanzahl: Monatlicher Zuwachs (Ziel: mindestens 4-5 neue Bewertungen pro Monat)
- Bewertungsdurchschnitt: Trend über Zeit (stabil oder steigend halten)
- Antwortrate: Prozentsatz beantworteter Bewertungen (Ziel: 100%)
- Antwortzeit: Durchschnittliche Zeit bis zur Antwort (Ziel: unter 24 Stunden)
- Sentiment-Analyse: Häufig genannte positive/negative Themen in Bewertungen
- Keyword-Präsenz: Wie oft werden relevante Keywords in Bewertungen erwähnt?
Bewertungsstrategie: Die wichtigsten Kennzahlen
- Mindestens 4,5 Sterne Durchschnittsbewertung anstreben
- Mindestens 4-5 neue Bewertungen pro Monat generieren
- 100 Prozent Antwortrate auf alle Bewertungen
- Antwortzeit unter 24 Stunden für negative, unter 48 Stunden für positive Bewertungen
- Bewertungsanzahl mindestens auf dem Niveau der Top-3-Mitbewerber
- Bewertungen auf mindestens 3 relevanten Plattformen aufbauen
Bewertungen und strukturierte Daten
Um Bewertungen in den organischen Suchergebnissen als Rich Snippets (Sterne) anzuzeigen, können Sie Schema.org-Markup verwenden. Beachten Sie jedoch die strengen Google-Richtlinien:
Was erlaubt ist
- AggregateRating im LocalBusiness-Schema: Sie dürfen die Gesamtbewertung (Durchschnitt und Anzahl) in Ihrem LocalBusiness-Schema angeben
- Einzelne Reviews auf Produktseiten: Auf Produktseiten können individuelle Bewertungen mit Review-Schema ausgezeichnet werden
Was nicht erlaubt ist
- Self-serving Reviews: Bewertungen, die Sie selbst gesammelt und auf Ihrer eigenen Website veröffentlicht haben, dürfen nicht als Rich Snippet angezeigt werden
- Gefälschte Bewertungen: Künstlich erstellte Bewertungen im Schema-Markup verstoßen gegen Google-Richtlinien
Überprüfen Sie die korrekte Implementierung mit dem Google Rich Results Test und der Google Search Console unter dem Bericht "Verbesserungen".
Zusammenfassung und Aktionsplan
Online-Bewertungen sind ein entscheidender Faktor für den Erfolg Ihres lokalen Unternehmens. Sie beeinflussen nicht nur Ihr Google-Ranking, sondern auch die Entscheidung potenzieller Kunden, Ihr Unternehmen zu kontaktieren. Hier ist Ihr Aktionsplan:
- Sofort: Google-Bewertungslink erstellen und an alle Kontaktpunkte integrieren
- Sofort: Alle bestehenden Bewertungen beantworten (positiv und negativ)
- Woche 1: QR-Codes mit Bewertungslink drucken und am Standort platzieren
- Woche 2: E-Mail-Vorlage für Bewertungsanfragen erstellen und in den Kundenprozess integrieren
- Monat 1: Bewertungs-Monitoring auf allen relevanten Plattformen einrichten
- Fortlaufend: Jede Bewertung innerhalb von 24-48 Stunden beantworten
- Fortlaufend: Zufriedene Kunden systematisch um Bewertungen bitten
- Quartalsweise: Bewertungs-KPIs analysieren und Strategie anpassen
Kombinieren Sie Ihre Bewertungsstrategie mit einem optimierten Google Unternehmensprofil, konsistenten NAP-Daten und einer durchdachten lokalen Keyword-Strategie. Gemeinsam bilden diese Elemente das Fundament für nachhaltigen Erfolg in der lokalen Suche. Vergessen Sie nicht, auch Ihre Website mit hochwertigem Content gemäß den E-E-A-T-Richtlinien zu stärken, da dies die Gesamtautorität Ihres Unternehmens in den Augen von Google erhöhen wird.
Nützliche Tools
Google Unternehmensprofil
Zentrale Verwaltung Ihrer Google-Bewertungen: Antworten, Statistiken und Bewertungslink-Erstellung direkt im Profil-Dashboard.
BrightLocal
Umfassendes Review-Monitoring und -Management über mehrere Plattformen hinweg. Automatische Benachrichtigungen, Sentiment-Analyse und Wettbewerbsvergleich.
Podium
Spezialisierte Review-Management-Plattform mit SMS-basierter Bewertungsanfrage, zentralem Posteingang für alle Plattformen und Analyse-Dashboard.
Google Alerts
Kostenloses Monitoring-Tool von Google. Erstellen Sie Alerts für Ihren Firmennamen, um Erwähnung und Bewertungen auf neuen Plattformen zu entdecken.
ReviewTrackers
Aggregiert Bewertungen von über 100 Plattformen in einem Dashboard. Bietet Sentiment-Analyse, Trend-Reports und automatische Antwortvorschläge.
Semrush Listing Management
Neben Citation-Management auch Review-Monitoring für alle wichtigen Plattformen mit automatischen Benachrichtigungen und Reporting.
Häufige Fragen
Nein. Google verbietet ausdrücklich das Bezahlen, Anbieten von Rabatten, Geschenken oder anderen Anreizen im Austausch für Bewertungen. Verstoße können zur Entfernung von Bewertungen oder sogar zur Suspendierung Ihres Google Unternehmensprofils führen. Sie dürfen Kunden höflich um eine ehrliche Bewertung bitten, aber keine Gegenleistung anbieten.
Das hängt von Ihrer Branche und Ihrem lokalen Wettbewerb ab. Als Faustregel: Analysieren Sie die Top-3-Ergebnisse im Local Pack für Ihre wichtigsten Keywords und streben Sie mindestens die gleiche Bewertungsanzahl an. In vielen Branchen in Graz reichen 20-50 Bewertungen für gute Sichtbarkeit.
Sie können Bewertungen, die gegen Google-Richtlinien verstoßen, melden. Dazu gehören Spam, Fake-Bewertungen, beleidigende Inhalte und Bewertungen mit Interessenkonflikt. Google prüft die Meldung und entscheidet über die Löschung. Berechtigte negative Bewertungen können nicht gelöscht werden. In Österreich können Sie bei nachweislich falschen Tatsachenbehauptungen rechtliche Schritte erwägen.
Antworten Sie trotzdem professionell: Bedanken Sie sich für die Rückmeldung, drücken Sie Bedauern über die negative Erfahrung aus und laden Sie zur direkten Kontaktaufnahme ein. Beispiel: "Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Es tut uns leid, dass wir Ihre Erwartungen nicht erfüllen konnten. Wir würden gerne erfahren, was wir besser machen können. Kontaktieren Sie uns bitte unter [Telefon/E-Mail]."
Indirekt ja. Google betrachtet die gesamte Online-Präsenz Ihres Unternehmens als Bekanntheits-Signal. Bewertungen auf Drittplattformen wie herold.at, TripAdvisor oder docfinder.at tragen zur Gesamtbekanntheit bei, die ein Ranking-Faktor für Google Maps ist. Der direkte Einfluss auf das Local-Pack-Ranking haben jedoch primär die Google-eigenen Bewertungen.
Melden Sie offensichtliche Fake-Bewertungen von Mitbewerbern über den Melde-Button bei Google. Dokumentieren Sie Belege mit Screenshots. Bei wiederholten oder nachweisbaren Fällen können Sie rechtliche Schritte nach dem UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) erwägen. Die WKO Steiermark bietet Erstberatung für Mitgliedsbetriebe.
Nein. Google verbietet ausdrücklich Bewertungen von aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitern. Solche Bewertungen können als Interessenkonflikt gemeldet und entfernt werden. Im schlimmsten Fall führt dies zu Sanktionen für Ihr Unternehmensprofil.
Bitten Sie nach jedem positiven Kundenkontakt um eine Bewertung, aber setzen Sie Kunden nicht unter Druck. Senden Sie maximal eine Erinnerung, wenn der Kunde nicht reagiert hat. Ziel ist ein stetiger Strom von 4-5 neuen Bewertungen pro Monat. Übermässig viele Bewertungen in kurzer Zeit können als verdächtig eingestuft werden.
Die häufigsten Gründe sind: unfreundliches Personal, lange Wartezeiten, Kommunikationsprobleme, nicht eingehaltene Zusagen und Qualitätsprobleme. Nutzen Sie negative Bewertungen als Feedback-Kanal, um systematische Probleme in Ihrem Unternehmen zu identifizieren und zu beheben.
Bewertungen haben einen enormen Einfluss auf die CTR. Studien zeigen, dass Einträge mit 4,5+ Sternen und über 50 Bewertungen eine um bis zu 270 Prozent höhere CTR haben als Einträge mit weniger als 4 Sternen oder weniger als 10 Bewertungen. Die Sternebewertung und Bewertungsanzahl sind oft das Erste, was Nutzer im Local Pack wahrnehmen.
Ja. In der Gastronomie und Hotellerie steigen Bewertungen typischerweise während der Hauptsaison (Sommer, Weihnachten). Handwerker erhalten oft mehr Bewertungen im Frühling und Herbst. Berücksichtigen Sie diese Schwankungen in Ihrer Bewertungsstrategie und verstärken Sie Ihre Bemühungen in saisonalen Hochphasen.